Fehler beim Umrüsten auf LED vermeiden: Praxisnahe Checkliste
Veröffentlicht 16.12.2025
Welche Vorteile bietet normgerechtes LED Retrofit?
130.000 h
(L70)
IEC EN 62776
1:1 Ersatz T5/T8
-40°C bis +70°C
Industrie tauglich
bis 80%
Energie sparen
Was bedeutet Retrofit und LED-Retrofit?
Der Begriff Retrofit bezeichnet die Modernisierung bestehender technischer Systeme durch den gezielten Austausch einzelner Komponenten. In der Beleuchtung bedeutet LED-Retrofit, moderne LED-Technik in vorhandene Leuchten und Armaturen zu integrieren und die veraltete Technologie stillzulegen bzw. zu entfernen:
- Austausch von Leuchtstofflampen durch LED-Lampen (Tausch LED-Leuchtmittel).
- Überprüfung, Überarbeitung und Erhalt der vorhandenen Leuchte.
- standardisierte, normgerechte Umrüstung ohne vollständigen Systemwechsel.
👉 Typischer Anwendungsfall ist der 1:1-Ersatz von T5- oder T8-Leuchtstoffröhren durch genormte LED-Retrofit-Röhren gemäß IEC EN 62776*.
Fehler 1: LED-Röhre nicht kompatibel zur vorhandenen Leuchte
Für den Erhalt von CE-Konformität*, Brandschutz und E-Check ist der Einsatz eines kompatiblen LED-Leuchtmittels zwingend erforderlich. Die LED-Röhre muss die Anforderungen für LED-Retrofit nach IEC EN 62776* erfüllen und zur vorhandenen Fassung passen. Wichtig:
✅ LED-Röhre T5 nur für G5-Sockel
✅ LED-Röhre T8 nur für G13-Sockel
LED-Retrofit-Röhren sind deshalb für alle gängigen Sockel (G5/G13) und in allen gängigen Längen erhältlich. Bei Unsicherheiten sollte eine Elektrofachkraft oder der Hersteller hinzugezogen werden.
Fehler 2: Verdrahtung wird nicht normgerecht und sicher umgesetzt
Hochwertige LED-Röhren verfügen über einen integrierten Treiber und werden direkt an 230 V betrieben. Externe Vorschaltgeräte werden normgerecht umverdrahtet und stillgelegt. Eine fehlerhafte Umverdrahtung stellt ein Sicherheitsrisiko dar und beeinträchtigt Effizienz und Funktion des Beleuchtungssystems.
✅ Konventionelles Vorschaltgerät (KVG/VVG):
Bei Leuchten mit KVG erfolgt die 1:1-Umrüstung ohne Umbau der Leuchte. Der Starter wird durch einen Dummy ersetzt, das KVG/VVG wird dadurch elektrisch überbrückt.
✅ Elektronisches Vorschaltgerät (EVG):
Bei Leuchten mit EVG wird das Vorschaltgerät in der Leuchte nach EN-Norm konvertiert und durch eine Elektrofachkraft stillgelegt.
Fehler 3: Die Lebensdauer wird nicht korrekt bewertet
Die Lebensdauer ist neben der Energieeffizienz der wichtigste Qualitäts- und Wirtschaftlichkeitsfaktor einer LED-Röhre und damit eines Beleuchtungs-Systems. Je langlebiger die LED-Röhre ist, desto höher ist ihre Qualität und desto geringer sind Wartungs- und Austauschkosten. Wichtige Kriterien:
✅ L70-Bewertung ≥ 100.000 h (GLT LED TUBE: 130.000 h)
Die LED-Röhre liefert nach 100.000 Betriebsstunden noch mindestens 70 % ihres ursprünglichen Lichtstroms. Die GLT LED TUBE hat eine Lebensdauer (L70) von 130.000 Stunden. Die L70-Bewertung ist damit deutlich aussagekräftiger als reine „Lebensdauer“-Angaben ohne Referenzwert – und damit eine zentrale Kennzahl für die Wirtschaftlichkeitsbewertung von LED-Systemen.
Achtung: Sehr günstige LED-Röhren erreichen oft nur eine L70 Lebensdauer von ca. 30.000 h. Dies resultiert aus der minderen Qualität der Komponenten.
✅ Dokumentierte Ausfallwahrscheinlichkeit (GLT LED TUBE: < 1 % in 50.000 h)
Weniger als 1 % der installierten LED-Röhren fallen innerhalb der ersten 50.000 Betriebsstunden tatsächlich komplett aus.
✅ Temperaturbereich –20 °C bis +60 °C gemäß EN 62776
Die LED-Röhre ist für den sicheren und normgerechten Betrieb in einem Umgebungstemperaturbereich von –20 °C bis +60 °C ausgelegt und geprüft. Typische Einsatzbereiche für thermisch anspruchsvolle Umgebungen sind Kraftwerke, Stahlwerke oder Kühlhäuser.
Der Temperaturbereich definiert die zulässigen Betriebsbedingungen, unter denen die LED-Röhre ihre Funktion und Lebensdauer einhält. Ein geprüfter und spezifizierter Einsatztemperaturbereich ist daher ein entscheidendes Auswahlkriterium und ein wesentliches Merkmal für die Betriebssicherheit auch im normalen industriellen Einsatz wie bei Lager- und Logistikhallen oder Parkhäusern.
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Fehler 4: Die Energieeffizienz wird falsch bewertet
Die Systemeffizienz* (Energieeffizienz des Beleuchtungssystems) ist neben der Lebensdauer der größte wirtschaftliche Hebel. Entscheidend sind:
✅ Integrierter Hochleistungs-Treiber in der LED-Röhre
Externe Vorschaltgeräte verursachen zusätzlichen Leistungsverlust und mindern die Gesamtleistung des Systems.
✅ Hohe Lichtausbeute Lumen/Watt
Lumen pro Watt (lm/W) beschreiben die Energieeffizienz einer LED. Die Kennzahl zeigt, wie viel sichtbares Licht (Lumen) pro eingesetzter Leistung (Watt) erzeugt wird. Beispiel:
- 150 lm/W → gute Effizienz
- 200 lm/W → sehr hohe Effizienz (High-End-Bereich)
- 210 lm/W GLT LED TUBE
✅ Hochwertige Komponenten, wie
- High-Class-LEDs.
- Aluminium-Trägerprofil statt Kunststoff.
- Abdeckung/Optik aus schlagfestem Polycarbonat-Abdeckung mit der hohen mechanischen Schutzklasse IK 10 nach Norm EN 62262 (Schutz gegen eine Schlagenergie von 20 Joule).
- Komponenten erfüllen den International Food Standard (IFS) und sind für Anwendungen in der Lebensmittelindustrie zugelassen.
Fehler 5: Lichtqualität für den Anwendungsbereich ungeeignet
Die Lichtqualität beeinflusst Arbeitsleistung, Sicherheit und Wohlbefinden. Häufige Fehler sind eine falsche Farbtemperatur oder eine unzureichende Farbwiedergabe.
✅ *Farbtemperatur (K = Kelvin):
- 6.500 K → kalt, technisch (Laborbereich)
- 3.000 K → warm (Wohnbereich)
- 4.000–5.000 K → Standard im professionellen Umfeld (Büro, Produktion, Lager)
✅ *Farbwiedergabe (CRI/Ra):
- Ra 80 → Standard
- Ra ≥ 90 → hohe Farbtreue für anspruchsvolle Anwendungen
Wichtig: Vorgaben der Arbeitsstättenrichtlinie* (DIN EN 12464-1) beachten! Sie regelt die Anforderungen an Beleuchtung in Innenräumen von Arbeitsstätten.
Fehler 6: Unrealistische Berechnung der Wirtschaftlichkeit
Eine Wirtschaftlichkeitsberechnung zeigt, wann sich die LED-Retrofit Umrüstung amortisiert. Sie berücksichtigt:
- Anschaffungskosten,
- Energieeinsparung,
- Lebensdauer und
- Wartungskosten.
✅ Ob Kauf oder Miete - Nutzen Sie den GLT BeleuchtungskalkulatorGLT Beleuchtungskalkulator, um Ihr Einsparpotential zu berechnen.
Fehler 7: Umweltwirkungen, Reparatur und Recycling werden nicht mitbedacht
Setzen Sie auf Qualität "Made in Europe" und verifizierte Umweltdaten. Denn ca. 80% der LED-Röhren kommen heute aus dem asiatischen Raum und sind nicht reparier- oder recycelbar. Nach Lebensende werden sie als Elektromüll entsorgt. Wir stellen uns diesem Trend entgegen und haben mit der GLT LED TUBEGLT LED TUBEeine LED-Röhre entwickelt, die nach dem Prinzip des Circular LightingCircular Lighting funktioniert:
✅ Made in Germany
✅ Environmental Product Declaration* (EPD) nach ISO 14025 und EN 15804
✅ ESG*-konforme CO2-Bilanz.
✅ Reparierbarkeit & GLT-Mehrwegsystem.
✅ Recyclingquote ca. 90%.
So geht Circular Lighting bei German LED TechSo geht Circular Lighting bei German LED Tech
Fehler 8: Es werden nicht alle Normen/gesetzlichen Anforderungen erfüllt
Achten Sie auf folgende Normen (Datenblatt prüfen):
✅ IEC EN 62776* – LED-Retrofit G5/G13.
✅ EU-Ökodesign-Verordnung 2024/1781 (ESPR)*– Produktqualität, Langlebigkeit, Reparier- und Recyclingfähigkeit.
✅ RoHS-Richtlinie* – Schadstofffreiheit.
✅ ENEC* – elektrische Sicherheit & EMV.
Seit August 2023 sind T5/T8-Leuchtstoffröhren verboten. Der Weiterbetrieb gefährdet die CE-Konformität* Ihrer Beleuchtungsanlage.
Konkrete Empfehlungen nach Einsatzbereich
Mehr Licht. Weniger Kosten. Bessere Sicherheit
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Glossar
*Arbeitsstättenrichtlinie DIN EN 12464-1
Diese Norm definiert die Anforderungen an Beleuchtung in Innenräumen von Arbeitsstätten. Sie regelt:
- Mindestbeleuchtungsstärken (Lux)
- Blendungsbegrenzung
- Lichtverteilung
- Farbwiedergabe
*CE (Conformité Européenne)
Das CE-Kennzeichen steht für „Conformité Européenne“, auf Deutsch „Europäische Konformität“. Es handelt sich um eine rechtlich verpflichtende Herstellererklärung. Mit dem Anbringen des CE-Kennzeichens bestätigt der Hersteller, dass das betreffende Produkt alle geltenden EU-Richtlinien und EU-Verordnungen erfüllt, die für seine Produktgruppe relevant sind. Im Fall von Leuchten und Leuchtmitteln sind das insbesondere Richtlinien zur elektrischen Sicherheit, elektromagnetischen Verträglichkeit sowie zur Ökodesign-Richtlinie.
*Norm IEC EN 62776
Die internationale Norm IEC EN 62776 definiert alle technischen und sicherheitsrelevanten Anforderungen, die beim Austausch von zweiseitig gesockelten Leuchtstofflampen (G5 und G13) auf LED-Röhren in bestehenden Systemen einzuhalten sind. Sie beschreibt, wie die Umrüstung fachgerecht erfolgt, welche Komponenten stillgelegt werden müssen und wie der normgerechte Betrieb mit einer LED-Röhre direkt an 230 V sichergestellt wird. Sie regelt die:
- elektrische Sicherheit
- Austauschbarkeit & Prüfverfahren
- zulässige Betriebsbedingungen
- Temperaturbereich zwingend –20 °C bis +60 °C
*ENEC (European Norms Electrical Certification)
ENEC (European Norms Electrical Certification) ist ein europäisches Sicherheitszertifikat für elektrische Produkte, insbesondere für Leuchten und deren Komponenten. Eine ENEC bestätigt, dass ein Produkt:
- nach europäischen Sicherheitsnormen geprüft wurde
- regelmäßig durch unabhängige Prüfinstitute überwacht wird
- dauerhaft die geforderten Qualitäts- und Sicherheitsstandards einhält
*RoHS (Restriction of Hazardous Substances)
Die RoHS-Richtlinie 2011/65/EU ("Restriction of Hazardous Substances")RoHS-Richtlinie 2011/65/EU ("Restriction of Hazardous Substances") beschränkt innerhalb der EU gefährliche Stoffe in Produkten, wie zum Beispiel Quecksilber in Elektro- und Elektronikgeräten. Die Einhaltung der RoHS-Richtlinie ist die Voraussetzung für die CE-Kennzeichnung von LED-Leuchtmitteln, LED-Leuchten und LED-Beleuchtungssystemen, da sie den Einsatz bestimmter gefährlicher Stoffe in elektrischen und elektronischen Produkten begrenzt.
* EPD: Environmental Product Declaration
Eine Environmental Product Declaration ist eine standardisierte, geprüfte Umweltproduktdeklaration nach Internationalen Normen ISO 14025 und EN 15804-A2 für ein Bauprodukt. Eine EPD zeigt transparent und vergleichbar, welche Umweltwirkungen ein Produkt über seinen gesamten Lebenszyklus verursacht – von der Herstellung bis zur Entsorgung. Die Daten werden unabhängig und wissenschaftlich geprüft, in Deutschland vom Institut Bauen und Umwelt e.V.
* ESG-Richtlinie: Environmental-Social-Governance
Sie beinhaltet Kriterien und Rahmenbedingungen der Vereinten Nationen (UN) und von Finanzinstituten für die Berücksichtigung von Umwelt-, Nachhaltigkeits- und Sozialfragen innerhalb von Unternehmensführungen, öffentlichen Körperschaften, Regierungen und Behörden.
* CSRD-Richtlinie: Corporate Sustainability Reporting Directive
EU-Richtlinie zur verpflichtenden Nachhaltigkeitsberichterstattung (CSRD) von Unternehmen europaweit.
- Sie gilt seit 2024 für große Unternehmen mit >250 Mitarbeitenden, >25 Mio. € Bilanzsumme oder >50 Mio. € Umsatz.
- Ab 2026 sind auch kapitalmarktorientierte KMU betroffen.
Lichttechnik
* Systemeffizienz einer Beleuchtung
Lumen (lm) = Lichtmenge (wie hell die Lampe ist)
Watt (W) = Leistungsaufnahme (wie viel Energie verbraucht wird)
lm/W = Effizienz (wie viel Licht pro Energieeinheit entsteht)
* Farbtemperatur (Kelvin, K)
Die Farbtemperatur beschreibt die Lichtfarbe einer Lichtquelle – also ob Licht eher warm (gelblich) oder kalt (bläulich) wirkt. Typische Werte sind:
3.000 K → warmweiß (z. B. Aufenthaltsbereiche)
4.000 K → neutralweiß (Standard in Büros, Produktion)
5.000–6.500 K → tageslichtweiß (z. B. Lager, Industrie, technische Bereiche)
* CRI / Ra (Farbwiedergabeindex)
Der CRI-Wert (auch Ra) beschreibt, wie natürlich Farben unter künstlichem Licht wiedergegeben werden. Einordnung:
Ra ≥ 80 → Standard für gewerbliche Anwendungen
Ra ≥ 90 → hohe Farbtreue (z. B. Qualitätskontrolle, Medizin)